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Systemische Familientherapie
Psychische Auffälligkeiten entstehen nicht für sich allein.
Sie hängen mit dem persönlichen Umfeld zusammen und haben
dort ihre eigene Bedeutung. Die systemische Familientherapie betrachtet
sie nicht als Störungen, sondern als Bewältigungsversuche
des Einzelnen für Probleme, die ihn belasten. Bei der Lösung
dieser Probleme kann die Familie eine wichtige Rolle spielen. Einem
aggressiven Kind kann es z. B. helfen, wenn Konflikte in der Familie
offen angesprochen und nicht verdeckt ausgetragen werden. Wie bei
einem Mobile, das aus miteinander verbundenen Teilen besteht, wirken
Veränderungen des Ganzen auf jeden Einzelnen zurück. Umgekehrt
kann die Bewegung eines Einzelnen das Ganze verändern.
Familientherapie hilft,
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wenn in der Familie kaum noch gemeinsame Gespräche stattfinden |
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wenn geringste Meinungsverschiedenheiten zu massiven Konflikten führen |
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wenn unter Geschwistern Konkurrenz, Rivalität und
Aggression herrschen |
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wenn ein Familienmitglied Verhaltensauffälligkeiten
oder psychische Störungen zeigt |
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wenn es häufig Streit, Beschuldigungen und gegenseitige
Vorwürfe gibt |
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wenn äußere Veränderungen (Krankheit oder
Behinderung, Arbeitslosigkeit, Umzug, Pensionierung, Wechsel des
Arbeitsplatzes) die Familie belasten |
Die systemische Familientherapie beginnt mit einem ersten Gespräch
über die Anliegen, Ziele und Wünsche der einzelnen Familienmitglieder.
Dabei wird auch geklärt, wie oft die Zusammenkünfte stattfinden
sollen und wer dabei sein soll. In der Regel kommt die ganze Familie
zur Therapie, bei allein Erziehenden eventuell nur ein Elternteil
mit Kindern, manchmal noch andere wichtige Personen wie Großeltern
oder Lebenspartner. Wenn es die Situation erfordert, kann Familientherapie
auch nur mit einzelnen Familienmitgliedern stattfinden.
Systemische Beratung und Therapie eignen sich auch für andere
soziale Gruppierungen wie Arbeitsgruppen, Wohngemeinschaften, Kollegien
und Teams.
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